Hartmut Klees Rolle in Hoefts Firmengeflecht
Hoeft und Klee verursachen Millionenschäden
Hartmut Klee ist seit dem 15.04.2025 wieder Geschäftsführer der Fincap Global Investments GmbH (vormals MW Vermögens- und Finanzberatung GmbH) und arbeitet mit Wolfgang Hoeft, weiterhin Vorstand der Fortune Investment Trust AG. Das Handelsblatt berichtet: „Crime: Wolfgang Hoeft: Der Puppenspieler und das 50-Millionen-Euro-Rätsel„. Die MW-Gruppe war im Bereich Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Investmentprodukte tätig.
Die MW-Gruppe und ihre Machenschaften
Die MW-Gruppe präsentiert(e) sich im Internet und durch „Berater“, wie ein seriöser Finanzdienstleister der Versicherungen und Investmentprodukte verkauft. Vertrauen, Sicherheit und Kompetenz, damit warb das Unternehmen auf Ihrer Webseite (die mittlerweile Offline genommen wurde). Die Realität sah jedoch anders aus: Statt der versprochenen Investitionen in den Markt lies Wolfgang Hoeft, mit Hartmut Klee als mal Verwaltungsrat, mal Geschäftsfüher, das Geld in ein ausgeklügeltes Schneeballsystem fliesen. Die Schäden gehen in die zweistellige Millionenhöhe.
Dazu folgende Business Insider Artikel:
„Der Kunde ist dumm“: Wie ein verurteilter Finanzjongleur seit Jahren von Anlegern Millionen abzockt
Erst Abzockeropfer, dann Steuerschulden: Wie ein Rentner sein Erspartes verlor und trotzdem Scheingewinne versteuern musste
Nach Millionen-Abzocke durch untergetauchten Unternehmer: Auf welch erstaunliche Weise geprellte Anleger jetzt ihr Geld zurückholen
Wolfgang Hoeft: Der Puppenspieler und das 50-Millionen-Euro-Rätsel
Wer ist Hartmut Klee?

Hartmut Kurt Klee (Jg. 1952) war als Geschäftsführer und Aufsichtsrat in mehreren MW-Finance-Gesellschaften tätig und unterstützte somit Wolfgang Hoefts betrügerisches Schneeballsystem, von dem rund 1 200 Anleger um etwa 50 Mio. € gebracht wurden.
- Geschäftsführer der Fincap Global Investments GmbH, Dorsten
- Geschäftsführer von MW Invest II GmbH und MW Invest III GmbH, Dorsten
- Ehemaliger Geschäftsführer der MW Finance GmbH an Standorten wie Baden-Baden und Wiesbaden
- Direktor der Balters Versicherungsmakler GmbH (2020–2021)
Klee steuerte als Geschäftsführer die operativen Abläufe mehrerer MW-Gesellschaften, sorgte für Verwaltungskoordination und stellte die Unternehmensführung sicher.
Betrug mit System
Das Geschäftsmodell basierte auf mehreren Säulen:
- Aufkauf bestehender Versicherungsbestände anderer Makler
- Nutzung des aufgebauten Kundenvertrauens für neue „Anlageprodukte“
- Versprechungen von Investitionen in bekannte Unternehmen
- Tatsächliche Verwendung der Gelder im Schneeballsystem
Interne Dokumente zeigen die fragwürdige Grundhaltung des Unternehmens gegenüber seinen Kunden. In Schulungsunterlagen wurden Anleger als manipulierbar dargestellt und Berater dazu angehalten, unrealistische Renditeversprechen zu machen und den Kunden als „dumm“ zu sehen.
Rechtliches Verfahren
Die BaFin wurde bereits 2015 auf die MW-Gruppe aufmerksam und warf Wolfgang Hoeft unerlaubtes Anlagengeschäft vor. Als Reaktion verlagerte er seine Aktivitäten nach Belgien. Seit 2019 ermittelt die Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug.
Das Landgericht Bonn sowie das Oberlandesgericht Köln haben in mehreren Urteilen die betrügerische Natur des Systems bestätigt. Die Gerichte stellten fest, dass das Geschäftsmodell von Anfang an auf Täuschung und Schädigung der Kunden angelegt war. Besonders aufschlussreich ist ein Urteil des Landgerichts Bonn vom Januar 2024, das detailliert die Mechanismen der Täuschung aufzeigt:
- Die MW Global Investments CVBA, in die Anleger investieren sollten, existierte nie
- Anlegergelder wurden größtenteils nicht wie versprochen angelegt
- Gelder flossen ggf. nicht wie gestattet (zB. Trust in Lichtenstein)
Das System funktionierte nach dem klassischen Schneeballprinzip und Gerichte bestätigten, dass Hoeft als faktischer Geschäftsführer die treibende Kraft hinter dem System war, auch wenn er zeitweise nicht als offizieller Geschäftsführer eingetragen war.
Aktuelle Situation
Das Landgericht Bonn hat die Beklagten als Gesamtschuldner zur Rückzahlung der Anlagebeträge verurteilt. Besonders bemerkenswert: Die Gerichte stellten fest, dass bereits der Erwerb der Beteiligungen einen Schaden darstellte, da die Anleger von Anfang an „eine zum Scheitern verurteilte Kapitalanlage“ finanzierten.
Heute hält sich Hoeft mutmaßlich in Kassel auf. Die Gruppe unterhält weiterhin Büros an verschiedenen Standorten:
- Marienstraße 18a in Dorsten: Hauptsitz mehrerer MW-Gesellschaften
- Bahnhofstraße 51-53 in Wiesbaden: Standort der MW Finance GmbH
- Sophienstraße 2 in Baden-Baden: Sitz der Fortune Investment Trust AG
- Lennéstraße 56 in Bonn: Weitere MW-Niederlassung
Trotz mehrerer zivilrechtlicher Verurteilungen gehen die Machenschaften vermutlich weiter. Die Strukturen wurden lediglich angepasst.
Weitere Geschädigte und Hinweise gesucht
Sind Sie möglicherweise ebenfalls von Klee, Hoeft und der MW Group geschädigt worden? Bitte kontaktieren Sie uns. Wir behandeln Ihre Informationen streng vertraulich.