Dharshan Rajakobal und 1 Thaalam Tamil Radio

Rajakobal sucht sich aus wen er bezahlt und wen nicht 

Dharshan Rajakobal, sri-lankischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Fehraltorf, ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Thaalam Media GmbH mit eingetragenem Sitz am Talacker 41, 8001 Zürich. Thaalam Media GmbH in Zürich – Reports | Moneyhouse Das Unternehmen betreibt den digitalen Radiosender Thaalam Tamil und ist im Bereich Mediendienstleistungen tätig.  Auch veranstallte er das Thaalam Summer Festival Zürich und erstattete Tickets (teilweise) nicht.

FESTIVAL CUSTOMERS ARE ADVISED TO DISPUTE THE TRANSACTION WITH THEIR CARD ISSUER, FUTURE-EVENT RELATED CHARGES CAN BE DISPUTED WITHIN 540 DAYS WITH MOST ISSUERS. SEE THE FORMS

 

Das gescheiterte Thaalam Summer Festival – Sind Sie auch betroffen?

Update September 2025: Hunderte Ticketkäufer warten auf Rückerstattungen

Nach unserer Publikation über Dharshan Rajakobal und die Thaalam Media GmbH haben sich mehrere Betroffene bei uns gemeldet. Darunter auch ein Informant der über das „Thaalam Summer Festival“ und seine Erfahrung mit den Tickets berichtete. Das Festival, welches trotz fehlender Location weiter beworben und für das bis kurz vor dem geplanten Termin Tickets verkauft wurden.

Chronologie eines angekündigten Desasters

Der Informant, der Tickets im Wert von CHF 700 erworben hatte, schilderte uns den Ablauf:

  • Ende Mai 2025: Großspurige Ankündigung des dreitägigen Festivals vom 29.-31. August im Amphitheater Hüntwangen mit internationalen Stars, über 200 Acts, Camping und Meet & Greets
  • 21. Juni 2025: Thaalam verkündet stolz über 1’500 Vorregistrierungen
  • 27. Juni 2025: Start des Ticketverkaufs mit Preisen zwischen CHF 169 und CHF 779 (laut unseren ursprünglichen Recherchen), wobei 3-Tagespässe bis zu CHF 800 und Meet & Greet-Pakete etwa CHF 500 kosteten

Der Verkauf lief weiter – trotz fehlender Location

Was Rajakobal seinen Kunden verschwieg: Das Amphitheater Hüntwangen hatte das Festival bereits offiziell abgelehnt, wie auf deren Webseite zu lesen war. Trotz dieser Tatsache verkaufte Thaalam Media munter weiter Tickets.

Erst am 2. Juli 2025 – nach bereits angelaufenem Ticketverkauf – räumte man ein, dass noch eine neue Location gefunden werden müsse. Danach folgte ab dem 26. Juli komplette Funkstille:

  • Keine Updates zur Location
  • Keine Reaktionen auf Kundenanfragen
  • Kritische Kommentare auf Social Media wurden systematisch gelöscht
  • Der Ticketverkauf lief unterdessen ungehindert weiter

Absage drei Tage vor Festivalbeginn

Erst am 26. August 2025 – nur drei Tage vor dem geplanten Festivalbeginn – erfolgte die offizielle Absage. Rajakobal versprach, alle Käufer würden per E-Mail Informationen zur Rückerstattung erhalten.

Nach Informationen unserer Quelle haben viele Betroffene bis heute (September 2025) weder eine E-Mail noch ihr Geld zurückerhalten. Bei geschätzten über 1’500 Vorregistrierungen und Ticketpreisen zwischen CHF 200 und CHF 800 dürfte sich das Gesamtvolumen der einbehaltenen Gelder auf mehrere hunderttausend Franken belaufen.

Ein bekanntes Muster

Besonders beunruhigend: Dies ist offenbar nicht der erste Vorfall dieser Art. Laut Berichten in sozialen Medien warten Kunden des Ilaiyaraaja-Konzerts vom Oktober 2024 ebenfalls bis heute auf ihre Rückerstattungen. Auch dort wurde zunächst eine Verschiebung angekündigt – ein Muster, das sich beim Summer Festival wiederholte.

 

Dharshan Rajakobal

Dharshan Rajakobal, geboren am 02.09.1982, ist ein sri-lankischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Fehraltorf, Kanton Zürich. In der tamilischen Medienlandschaft der Schweiz präsentiert er sich als Journalist, Dokumentarfilmer und UN-Korrespondent für Menschenrechtskonventionen. Er führt die Thaalam Media GmbH als Gesellschafter und Geschäftsführer, ein Unternehmen mit Sitz am Talacker 41 in Zürich.

Bei Überprüfungen vor Ort zeigte sich jedoch, dass an dieser Geschäftsadresse keine tatsächlichen Büroräume existieren. Es handelt sich lediglich um eine Domizilgesellschaft, die von der HCC AG für Postempfang und administrative Zwecke zur Verfügung gestellt wird. Die Büros die existierten, waren gerade im Umbau. Auch fanden wir heraus, dass Rajakobal sowieso nicht den Tarif gebucht hat, indem ein Büro enthalten war.  Die im Handelsregister eingetragene Adresse dient somit nur als Briefkastenadresse ohne operative Geschäftstätigkeit.

Die Geschichte einer strategischen Umstrukturierung

Rajakobals unternehmerische Laufbahn ist geprägt von einem auffälligen Muster wiederholter Firmengründungen und -auflösungen. Seine frühere Gesellschaft, die DEDICO GmbH mit Sitz in Zug, wurde 2020 ursprünglich als Textilgeschäft gegründet. Rajakobal fungierte als CEO, während seine Ehefrau Shobaananthini Devarajah 30% der Anteile hielt. Das Unternehmen betrieb in der Folge hauptsächlich tamilische Radioprogramme über DAB+ Netze in der Schweiz.

Nach erheblichen Zahlungsschwierigkeiten wurde am 20. Februar 2024 durch das Kantonsgericht Zug der Konkurs über die DEDICO GmbH eröffnet. Bereits im Januar und März 2024 waren Verlustscheine über insgesamt CHF 50k+ gegen Rajakobal persönlich ausgestellt worden, da bei Pfändungsversuchen weder Vermögen noch pfändbares Einkommen festgestellt werden konnte.

Bemerkenswert ist das Timing seiner nächsten unternehmerischen Aktivität: Nur wenige Monate nach diesen Verlustscheinen, im August 2024, übernahm Rajakobal die seit 1998 bestehende „Dee Jee Fashion GmbH“ und wandelte sie zur heutigen Thaalam Media GmbH um. Diese strategische Übernahme einer bestehenden Gesellschaft mit sauberer Kredithistorie ermöglichte ihm die nahtlose Fortsetzung seiner Geschäftstätigkeit unter neuem Namen, während die Altschulden bei der liquidierten DEDICO GmbH verblieben.

Fortgesetzte Geschäfte trotz offizieller Vermögenslosigkeit

Trotz der dokumentierten Vermögenslosigkeit führt Rajakobal umfangreiche Geschäftsaktivitäten. Die Thaalam Media GmbH betreibt weiterhin den Radiosender „Thaalam Tamil Radio„, der sich als erste und „offizielle“ tamilische Radiostation in der Schweiz positioniert und alle 26 Kantone über DAB+ erreicht. Die jährlichen Kosten für diese Radioübertragung belaufen sich auf mehrere hunderttausend Franken.

Parallel dazu organisiert Rajakobal aufwändige Kulturveranstaltungen. Für Ende August 2025 ist das dreitägige „Thaalam Summer Festival“ im Amphitheater Hüntwangen bei Zürich geplant, bei dem internationale Künstler wie Ilaiyaraaja, Yuvan Shankar Raja und GV Prakash auftreten sollen. Tickets werden zwischen CHF 169 und CHF 779 angeboten. In der Vergangenheit organisierte er bereits Konzerte mit AR Rahman im Oktober 2023 und Sid Sriram im Juli 2021. Nach eigenen Angaben hat er über 190 Veranstaltungen mit Film- und Musikstars durchgeführt.

Ein Muster selektiver Zahlungsmoral

Das Zahlungsverhalten Rajakobals zeigt ein eindeutiges und besorgniserregendes Muster. Nach vorliegenden Informationen werden bestimmte Geschäftspartner im DAB+ Sektor regelmäßig bezahlt, während andere Gläubiger seit längerer Zeit auf die Begleichung ihrer Forderungen warten.

Besonders auffällig ist, dass trotz bestehender Verlustscheine über CHF 50k+ aus dem Jahr 2024 weiterhin erhebliche Zahlungen für laufende Radioübertragungen geleistet werden. Die geschätzten jährlichen Kosten von mehreren hunderttausend Franken für die landesweite DAB+ Verbreitung werden offenbar zumindest teilweise beglichen, was die Frage aufwirft, warum andere dokumentierte Verbindlichkeiten nicht bedient werden.

Verschiedene DAB+ Netzbetreiber berichten über unterschiedliche Zahlungserfahrungen mit der DEDICO GmbH und deren Nachfolgeunternehmen Thaalam Media GmbH. Während einige Anbieter offenbar regelmäßige Zahlungen erhalten, warten andere seit Jahren auf die Begleichung ausstehender Rechnungen. Diese selektive Zahlungspraxis – reguläre Zahlungen an einige Geschäftspartner bei gleichzeitiger Verweigerung gegenüber anderen – deutet klar auf Zahlungsunwilligkeit statt Zahlungsunfähigkeit hin.

Fragwürdige Geschäftspraktiken und rechtliche Aspekte

Die Geschäftsführung der Thaalam Media GmbH wirft verschiedene rechtliche Fragen auf. Das Unternehmen erfüllt offenbar nicht die handelsrechtlichen Anforderungen bezüglich eines physischen Geschäftssitzes. Die eingetragene Adresse am Talacker 41 in Zürich ist lediglich eine Domizilgesellschaft ohne tatsächliche Büroräume. Auch die frühere Adresse der DEDICO GmbH an der Bahnhofstrasse 21 in Zug erwies sich bei Nachprüfungen als reine Briefkastenadresse ohne operative Präsenz.

Versuche, Rajakobal persönlich zu erreichen, bleiben erfolglos. An seiner Privatadresse in Fehraltorf ist er nach Angaben von Anwohnern selten anzutreffen. Seine Ehefrau, die gelegentlich die Tür öffnet, verweist stets auf eine spätere Kontaktaufnahme durch ihren Mann, die jedoch nie erfolgt.

Die Diskrepanz zwischen der offiziell deklarierten Vermögenslosigkeit und der offensichtlich vorhandenen finanziellen Mittel für Geschäftsbetrieb und Veranstaltungsorganisation wirft Fragen nach der Vollständigkeit der Vermögensangaben gegenüber den Behörden auf. Die Fähigkeit, ausgewählten Gläubigern hohe Summen zu zahlen, während andere leer ausgehen, verstärkt diesen Eindruck.

BAKOM Fördergelder und weitere finanzielle Aspekte

Ein weiterer Aspekt betrifft die staatlichen Fördergelder für DAB+ Verbreitung. Die DEDICO GmbH hatte Anspruch auf BAKOM-Subventionen in Höhe von etwa CHF 18’000 für das Jahr 2023. Davon wurde ein Teil bereits ausbezahlt, das BAKOM verweigerte jedoch die Auszahlung weiterer Mittel (auf die Rajakobal Anspruch zu glauben scheint) mit Verweis auf die laufende Liquidation der DEDICO GmbH.

Interessant ist, dass die Fördergelder, die eigentlich zur Unterstützung der digitalen Radioübertragung gedacht sind, offenbar nicht zur Begleichung der damit verbundenen Infrastrukturkosten verwendet wurden. Stattdessen flossen sie in andere Kanäle, während die Netzbetreiber auf ihren berechtigten Forderungen sitzen blieben.

Internationale Verflechtungen

Rajakobals Geschäftsaktivitäten beschränkten sich nicht auf die Schweiz. In Großbritannien war er an der DEDICO Group Ltd beteiligt, die von April 2021 bis September 2022 existierte. Zusätzlich führte er die Dedeco Billing & Collection Ltd, die 2022 gegründet und 2023 wieder aufgelöst wurde. Dieses internationale Netzwerk kurzlebiger Unternehmen folgt dem gleichen Muster wie seine Schweizer Aktivitäten.

Aufruf zur Information

Haben Sie geschäftliche Erfahrungen mit Dharshan Rajakobal oder der Thaalam Media GmbH gemacht? Kennen Sie Details zu seinen Geschäftsaktivitäten, insbesondere, von wo aus er arbeitet und sendet, dem geplanten Thaalam Summer Festival oder seinen Zahlungspraktiken? Können Sie Informationen zu seinen tatsächlichen Vermögensverhältnissen oder Einkommensquellen beisteuern?

Ihre Hinweise werden auf Wunsch streng vertraulich behandelt und können anderen Betroffenen helfen, sich vor finanziellen Schäden zu schützen.

Erfahrung mit und Hinweise auf Dharshan Rajakobal?

 

Kontakt aufnehmen