Wolfgang Hoeft’s Firmengeflecht
Hoeft verursacht Millionenschäden
Wolfgang Hoeft ist langjährige Führungsperson der MW-Gruppe mit Sitz in mehreren deutschen Städten. Wolfgang Hoeft fungierte als Vorstand der Fortune Investment Trust AG in Baden-Baden und als Geschäftsführer verschiedener MW-Gesellschaften in Dorsten, Wiesbaden und Bonn. Das Handelsblatt berichtet: „Crime: Wolfgang Hoeft: Der Puppenspieler und das 50-Millionen-Euro-Rätsel„. Die MW-Gruppe war im Bereich Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Investmentprodukte tätig. Unterstütz von seiner Sekräterin Katharina Michajlow betreibt er sein sein MW-Geschäft weiter.
Die MW-Gruppe und ihre Machenschaften
Dazu folgende Presse Artikel:
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Wolfgang Hoeft: Der Puppenspieler und das 50-Millionen-Euro-Rätsel
Wer ist Wolfgang Hoeft?
Wolfgang Hoeft steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale Deutschlands. Als langjähriger Vorstand der Fortune Investment Trust AG in Baden-Baden und Geschäftsführer der MW-Gruppe (MW Finance GmbH, MW Global Investments GmbH, Fincap Global Investments GmbH) soll er über 50 Millionen Euro Anlegerschaden verursacht haben. Hoeft hat ein komplexes Firmennetzwerk aufgebaut, das sich über mehrere Jurisdiktionen erstreckt. Die belgischen Verbindungen führten zur FINCAP Investment in Brügge, die 2016 zwangsgelöscht wurde. Die angebliche MW Global Investments CVBA, in die Anleger investieren sollten, war eine Fiktion.
Katharina Michajlow agiert als Schlüsselfigur im System. Bei mehrfachen persönlichen Kontaktversuchen in Köln behauptete sie, keinen Einfluss auf Hoefts Geschäfte zu haben, obwohl sie von anderen Mitarbeitern als dessen Sekretärin bezeichnet wird. Sie droht Kontaktierenden mit rechtlichen Schritten und blockt systematisch Gesprächsversuche ab. Michajlow führt die Geschäfte der Quira Finance GmbH und der Aremis Finanz Holding GmbH.
Die Methodik des Systems
Die Geschäftspraktiken folgen einem klassischen Schneeballsystem-Muster. Neue Anlegergelder werden zur Auszahlung von „Renditen“ an Bestandskunden verwendet. Die versprochenen Investments in renommierte Fonds wie Blackrock oder JP Morgan fanden nie statt. Schulungsmaterialien der MW-Gruppe bezeichneten Kunden intern als „dumm“ und unfähig zu rechnen.
Bei der Weihnachtsfeier 2016 in der Spielbank Bad Homburg verteilte Hoeft Goldbarren im Wert von bis zu 20.000 Euro an Mitarbeiter. Die Gelder stammten aus Anlegereinlagen. Das Handelsblatt dokumentierte, wie Hoeft Mitarbeiterinnen aus dem Escortbereich in Führungspositionen beförderte. E-Mail-Korrespondenzen zeigen persönliche Verstrickungen zwischen Hoeft und seinen Geschäftsführerinnen.
Aktuelle Entwicklungen
Die Quira Finance operiert von Baden-Baden aus und nutzt dieselben Räumlichkeiten wie die Fortune Investment Trust AG. Im Oktober 2024 versandte die Firma Anlagevorschläge an ehemalige MW-Kunden, obwohl diese dort nie investiert hatten. Die Schreiben tragen Hoefts Unterschrift als „Portfolio-Manager“.
Hartmut Klee, ehemaliger Aufsichtsrat der MW-Gesellschaften und heute bei der Quira Assekuranzmakler GmbH tätig, verweigert jegliche Kommunikation. Bei einem Besuch in Düsseldorf blockte er Gesprächsversuche vollständig ab.
Juristische Situation
Das Landgericht Bonn stellte in mehreren Urteilen fest, dass Hoeft ein betrügerisches Schneeballsystem entwickelt hatte. Die Urteile sind rechtskräftig, Zahlungen erfolgen jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt seit 2019, musste aber 2020 beschlagnahmte Daten nach einem Verfahrensfehler löschen.
Hoeft wurde bereits fünfmal verurteilt: 1991 wegen Steuerverkürzung, 1993 wegen Betrugs, 1996 wegen unterlassener Insolvenzantragsstellung, 2001 wegen Vorenthaltung von Arbeitsentgelten und 2015 wegen Insolvenzverschleppung. 1998 verbrachte er einen Monat im Kölner Gefängnis.
Erkenntnisse aus der Recherche
Das System funktioniert durch systematische Abschottung. Alle Kontaktpersonen verweisen aufeinander oder drohen mit rechtlichen Schritten. Michajlow behauptet, keinen Kontakt zu Hoeft zu haben, wird aber von anderen als seine direkte Ansprechpartnerin genannt. Die Geschäfte laufen unter neuen Firmennamen weiter, während alte Forderungen unerfüllt bleiben.
Die Behörden agieren träge. Trotz eindeutiger Beweise und rechtskräftiger Urteile können oder wollen sie das System nicht stoppen. Die BaFin war bereits 2015 auf Hoeft aufmerksam geworden, er verlagerte daraufhin seine Aktivitäten nach Belgien und später wieder zurück nach Deutschland unter neuen Firmierungen.
Geschädigte Anleger warten seit Jahren auf ihr Geld. Viele haben ihre Altersvorsorge verloren. Das System Hoeft zeigt exemplarisch, wie Wirtschaftskriminelle in Deutschland agieren können: Mit geschickter Firmenarchitektur, persönlichen Verflechtungen und der Ausnutzung behördlicher Schwächen.
Weitere Geschädigte und Hoeft gesucht
Wir haben Hoeft noch immer nicht persönlich angetroffen. Sind Sie möglicherweise ebenfalls von Wolfgang Hoeft oder der MW Group geschädigt worden? Bitte kontaktieren Sie uns. Wir behandeln Ihre Informationen streng vertraulich.